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Buch-Tipps für die vegane Schwangerschaft {+ Gewinnspiel}

Schwanger und vegan – zwei Wörter, die in Kombination so manchem die Schweißperlen auf die Stirn treiben oder sie dazu bringen, ganz unbedachte Dinge zu äußern.
Dass weder Schweißperlen noch kritische Kommentare nötig sind, zeigen die beiden Bücher, die ich euch heute vorstellen möchte.
Am Ende des Artikels findet ihr als kleine Überraschung sogar noch ein Gewinnspiel.

Ich bin schwanger, mittlerweile schon in der 33. Schwangerschaftswoche angekommen, und ich lebe und ernähre mich vegan. Auch im nicht-schangeren Zustand habe ich ein sehr großes Interesse an dem Thema “Ernährung & Nährstoffe” und so ist es nicht verwunderlich, dass dieses Interesse seit Beginn der Schwangerschaft weiter angestiegen ist.
Dies ist meine erste vegane Schwangerschaft – samt einiger Ausnahmen durch Gelüste, denen ich nachgegeben habe. Während der Schwangerschaft mit unserer großen Tochter vor 4 Jahren, habe ich mich noch vegetarisch ernährt und habe mir tatsächlich nicht ganz so viele Gedanken um dieses wichtige Thema gemacht. Diesmal wollte ich mich jedoch ein bisschen genauer mit den Nährstoffen auseinandersetzen, denn immerhin geht es momentan nicht nur um meine Gesundheit, sondern auch um die unseres zweiten Kindes. An dieser Stelle möchte ich jedoch gerne darauf verweisen, dass ich der Meinung bin, dass sich jede schwangere Frau mit der Thematik und dem Vorkommen der Nährstoffe in den einzelnen Lebensmitteln auseinandersetzen sollte. Immerhin steigt der Nährstoffbedarf nicht nur bei veganen Schwangeren und auch jede Frau (ganz egal ob vegan, vegetarisch oder omnivor) kann bei einer unausgewogenen Ernährung einen Mangel an bestimmten Nährstoffen entwickeln.

 Als vegane Schwangere ist mein Interesse besonders darauf ausgerichtet, wie ich dem Nährstoffbedarf während der Schwangerschaft und Stillzeit möglichst durch die Nahrung gerecht werden kann. Vitamin B12, Vitamin D und Vitamin K nehme ich schon seit Jahren in Form von Tropfen zu mir, doch dies sind nicht die einzigen wichten Nährstoffe. Und genau da kommen die beiden Bücher ins Spiel, denn die helfen mir wirklich dabei, im Nährstoff-Dschungel nicht den Überblick zu verlieren.

“Vegan in anderen Umständen”

Gerade erst auf dem Markt erschienen, hat dieses Buch großes Potential mal zum Klassiker für alle veganen schwangeren Frauen zu werden. Wissenschaftlich fundiert, mit Aussagen von Kinderärzten, Ernährungswissenschaftlern und anderen Spezialisten, wurde das Buch von der ganzheitlichen Ernährungsberaterin Carmen Hercegfi, die sich auf vegane Familienernährung spezialisiert hat, und Sarah Gebhardt, die studierte Oecotrophologin sowie Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin ist, geschrieben. Neben einer Vielzahl von leckeren Rezepten sind es aber vor allem die leicht verständlichen Informationen rund um die vegane Ernährung und die einzelnen Nährstoffe, die das Buch so toll machen.
Dadurch dass in dem Buch auch Themen wie z.B. Übelkeit in der Schwangerschaft und andere Schwangerschaftsbeschwerden, Sport und Entspannung in der Schwangerschaft und Stillzeit, der Umgang mit Fachleuten, Familie und Freunden sowie ehrliche Erfahrungsberichte angesprochen werden, ist es für mich der perfekte ganzheitliche Begleiter.
Sehr praktisch finde ich zudem, dass bei jedem Rezept direkt deutlich zu sehen ist, wie lange die Zubereitung dauert, ob Soja oder Gluten enthalten ist, ob es einfrierbar ist, milchfördernd wirkt oder ob es zu den Nährstoffbomben-Rezepten gehört. Das erleichtert mir die Suche nach glutenfreien Rezepten sehr.

Infos zum Buch: “Vegan in anderen Umständen” von Carmen Hercegfi und Sarah Gebhardt, GrünerSinn-Verlag, Hardcover, 288 Seiten, ISBN-13: 978-3946625100, 34,95€

Vegan Love

Ähnlich, aber doch ganz anders, ist das Buch “Vegan Love” von Lauren Wildbolz. Ebenso wie “Vegan in anderen Umständen” ist das Buch Ratgeber und Kochbuch in einem. Es deckt sowohl die Zeit der Schwangerschaft, die Stillzeit sowie die Zeit mit Baby und Kleinkind ab und bietet weitreichende Informationen und eine Fülle an leckeren Rezepten für jeden dieser Lebensabschnitte. Für das Buch hat die Autorin  drei in der Schweiz tätige Ärzte und Ernährungsexperten mit an Bord geholt, so dass der wissenschaftliche Bereich des Buches sehr ausführlich und mit vielen wichtigen Fakten bereichert wird. Die Kapitel des Buches sind den verschiedenen Zeiten (Schwangerschaftsplanung, Schwangerschaft, Stillzeit, Beikost, Kinderernährung im 2. und 3. Lebensjahr) zugeordnet. In jedem Kapitel werden die für den Zeitraum wichtigstens Nährstoffe bzw. Mikronährstoffe besprochen, es gibt Empfehlungen zum Thema Supplementierung sowie Hinweise zu problematischen Genussmitteln und Schadstoffen in Nahrungsmitteln.
Die im Buch enthaltenen Rezepte klingen allesamt verführerisch und für jeden Geschmack und jede Gelegenheit ist etwas dabei.
Mich spricht das Buch zudem auch optisch sehr an – bei den wunderbaren Fotos kann man gar nicht anders, als sich direkt auf den Weg in die Küche zu machen.

Infos zum Buch: “Vegan Love” von Lauren Wildbolz, AT Verlag, Hardcover, 200 Seiten, ISBN-13: 978-3038009214, 28,00€

Was mich jedoch an beiden Büchern stört, ist die Verwendung von Agavendicksaft in einigen Rezepten. Gerade bei Ernährungsprofis erwarte ich, dass dieser Zuckerersatz, der durch den extrem hohen Gehalt an künstlicher Fruktose im Endeffekt noch ungesünder ist als normaler Haushaltszucker, nicht verwendet wird bzw. auch darauf aufmerksam gemacht wird, dass er sich eben nicht als gesündere Alternative eignet.

Gewinnspiel

In Zusammenarbeit mit dem tollen GrünerSinn-Verlag, darf ich ein Exemplar von “Vegan in anderen Umständen” an euch verlosen.

Teilnahmebedingungen

1. Folgt “Munchkins Happy Place” und “GrünerSinn-Verlag” auf Facebook, und hinterlasst unter dem passenden Post einen Kommentar, in dem ihr mir erzählt, warum ihr das Buch gerne gewinnen möchtet.

2. Und/oder folgt “Munchkins Happy Place” und “GrünerSinn-Verlag” auf Instagram und hinterlasst unter dem passenden Bild einen Kommentar, in dem ihr mir erzählt, warum ihr das Buch gerne gewinnen möchtet.

3. Ihr dürft das Gewinnspiel sehr gerne teilen oder ein paar Freunde verlinken – darüber würde ich mich sehr freuen.

Das Gewinnspiel startet sofort und endet am 17. Juni 2018 um 20:00 Uhr.
Den Gewinner werde ich in den darauffolgenden Tagen auslosen und sowohl auf dem Blog als auch bei Facebook und Instagram bekanntgeben.
Der Gewinner hat nach Bekanntgabe 3 Tage Zeit sich bei mir zu melden. Falls ich nach 3 Tagen keine Nachricht erhalten habe, werde ich erneut auslosen.
Der Gewinn wird im Anschluss von mir verschickt.
Teilnehmen können Person ab 18 Jahren mit einem Wohnsitz in Deutschland.
Der Teilnehmer erklärt sich einverstanden, dass sein Name im Fall des Gewinns veröffentlicht wird.
Der Gewinn kann nicht in bar ausgezahlt werden.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Facebook und Instagram stehen in keiner Verbindung zu dem Gewinnspiel.

Die Bücher wurden mir im Rahmen der Kooperation kostenlos von den Verlägen zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch in keiner Weise Einfluss auf meine Meinung.

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2 Comments

  • Reply
    Carmen Hercegfi
    11. Juni 2018 at 22:57

    Hallo liebe Ann-Kathrin,
    ganz lieben Dank für die tolle Bewertung meines Buches. Ich freue mich sehr, dass du es als möglichen Klassiker für werdende vegane Mamis siehst. Das war nämlich auch mein Ziel ;)… Und deshalb ist das Buch so vollgepackt mit vielen Rezepten und einem großen Ratgeberteil. Ich hätte gerne noch so viel mehr reingeschrieben, aber noch mehr Seiten hätten ein Gewichtsproblem beim Versand verursacht (über 1kg ist dann schon ein Paket und keine Buchsendung mehr… worauf man alles achten muss ist echt der Wahnsinn). Ich wollte dir nur kurz – weil du einen kleinen Kritikpunkt hattest – hier kurz mein Statement zum Agavendicksaft hinterlassen. Hab eben mal nachgezählt, weil ich ja wusste, dass ich ihn extra sehr sparsam verwendet habe (Das hat mir jetzt keine Ruhe gelassen ;)). Also das sind 19 von 139 Rezepten in denen er überwiegend sehr sparsam und auch in Kombi mit anderen Süßungsmitteln verwendet wird. Und ja – er hat einen sehr hohen Fructose-Anteil. Die ist aber nicht künstlich hergestellt, sondern einfach in dem Saft der Agave natürlich enthalten. Der Vorteil ist der niedrige glykämische Index – gerade für Schwangere auch nicht so verkehrt, da der Blutzuckerspiegel ja ohnehin gefühlt macht was er will. Im Übrigen enthalten auch alle anderen Zuckerarten Fructose (aber weniger). In Haushaltszucker ist beispielsweise ca. 50% Fructose enthalten… Daher versuche ich auch wo immer es geht andere Zuckerzusätze immer noch zu reduzieren und möglichst durch Trockenfrüchte oder Bananen zu ersetzen (geht halt geschmacklich nicht immer und reicht manchmal als Süßungsmittel nicht aus). Dann kommt ja dazu, dass ich versuche alle Veganerinnen abzuholen es ein bisschen süß sein muss. Ist ja auch nicht jeder ganz zuckerfrei. Aber ich gehe einfach mal davon aus, dass die meisten Veganerinnen schon gut informiert sind und die Rezepte auch mal abwandeln können, falls sie lieber auf Agavendicksaft verzichten möchten. Hmmm ja gar nicht so einfach, oder? Es gibt so wahnsinnig viel zu bedenken. Ich werde das mal für’s nächste Buch in die Diskussionsrunde werfen ;)… Vielleicht greifen wir es da mal auf. Das Thema Zucker bei Kindern ist ja schon interessant. Ja wahrscheinlich sollten wir das aufnehmen und das Thema Zucker mal so richtig auseinander nehmen. Meine Güte – ich glaube das nächste Buch kratzt auch schon wieder an der 1kg-Marke ;)… Ganz liebe Grüße und alles Gute für den Endspurt sendet Carmen

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    Meine Buch-Empfehlungen für Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett {+ Gewinnspiel} - Munchkins Happy Place
    4. Juli 2018 at 21:08

    […] ich euch vor kurzem schon zwei Bücher zum Thema “Vegane Schwangerschaft und Stillzeit” vorgestellt habe, möchte ich euch heute ein paar ganz wunderbare Bücher für die […]

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