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Ein zweites Kind trotz Hochsensibilität?

Vor einigen Wochen habe ich meine (und auch Emmas) Hochsensibilität zum ersten Mal hier auf dem Blog angesprochen. Und auch heute wird sie wieder  Thema sein, denn die Gedanken an ein zweites Kind schließen die Hochsensibilität automatisch mit ein.
Mir schwirren momentan ziemlich viele Gedanken durch den Kopf und leider sind mein Herz und mein Kopf nicht immer der gleichen Meinung.


Emma hat vor 3 Monaten ihren zweiten Geburtstag gefeiert und die Gedanken, ob wir noch ein weiteres Kind haben möchten, tauchen seitdem immer häufiger auf. Mindestens genauso oft stelle ich mir allerdings die Frage, ob mir das Leben mit zwei Kindern nicht auch zu viel werden könnte. Ja, mir ist bewusst, wie das klingen mag. Als Erzieherin war es ganz normal, dass ich mit weitaus mehr Kindern (teils auch alleine) die Tage verbracht habe. Und nun bin ich unsicher, ob ich es mit zwei, oder vielleicht auch drei Kindern schaffen würde.  Der ausschlaggebende Faktor für diese Unsicherheit ist meine Hochsensibilität und ihre Auswirkungen auf mich und mein Befinden im alltäglichen Familienleben.

Meine Hochsensibilität macht sich ganz besonders in zwei bis drei Bereichen bemerkbar: meinem Bedürfnis nach Ruhe, meinem Bedürfnis nach Ordnung und meinem Bedürfnis nach Struktur. Damit ich funktionieren und es mir dabei auch gut gehen kann, ist es wichtig, dass diese Bedürfnisse, so gut es geht, erfüllt werden. Und wenn man sich den Alltag mit Kindern einmal in den Kopf ruft, dann wird wohl jedem sehr schnell bewusst, dass es eben genau diese Dingen sind, die mit Kindern nur sehr schwer umzusetzen sind. Mit einer aufgeweckten, neugierigen und mitteilungsbedürftigen Zweijährigen gibt es bei uns vor allem Unordnung, Lautstärke und spontane Entscheidungen.

Nachdem ich ziemlich lange gar nicht richtig differenzieren konnte, welche meiner unerfüllten Bedürfnisse mir am meisten zu schaffen machen, wurde für mich einiges klarer, als ich mich mehr mit mir selber auseinandergesetzt habe, genauer hingehört habe und meine Gefühle in den Fokus genommen habe. Seit ich diese drei Bereiche, Ruhe, Ordnung & Struktur, rauskristallisieren konnte, fällt es mir wesentlich leichter für mich zu sorgen und vor allem auch Vorkehrungen zu treffen. Ich nehme mir ganz bewusst kleine Auszeiten im Alltag, in denen ich versuche, die Ruhe zu genießen. Ich habe im Wohnzimmer ein bisschen ausgemistet und konnte dadurch für mehr Ordnung sorgen. Und ich habe eine Morgen-Routine für mich entwickelt, die es mir ermöglicht, zumindest die erste Stunde des Tages, strukturiert und eigenbestimmt zu verbringen. Und trotzdem liegen meine Nerven an vielen Tagen blank. Trotzdem werde ich nervös und angespannt, wenn die Dinge nicht nach Plan laufen. Trotzdem reagiere ich mit Gereiztheit darauf, wenn ich den ganzen Tag lang Geplapper gemischt mit Kindermusik gefolgt von Wutanfällen und lauten Nachbarn in den Ohren hatte.

Lange habe ich die Gedanken an ein zweites Kind in die hinterste Ecke meines Kopfes gesperrt. Dann wurden in meinem Umfeld immer mehr Frauen schwanger, die ersten Babys wurden geboren und nach langer Zeit durfte ich wieder ein Säugling auf dem Arm halten. Was soll ich sagen, so gut waren die Gedanken wohl doch nicht weggesperrt, denn im Vollmarsch und mit einer riesigen Ladung Sehnsucht im Gepäck, wurden sie plötzlich sehr deutlich. Mein Herz ist sich ganz sicher, dass Emma kein Einzelkind bleiben soll. Und mein Herz sagt mir auch, dass ihr ein kleines Geschisterchen möglicherweise sogar sehr gut tun würde. Mein Herz flüstert mir zu, dass ich alles gepackt bekomme, auch ein Leben mit zwei kleinen Wundern. Doch mein Kopf, der vertritt eine ganz andere Meinung. Mein Kopf sagt mir ziemlich deutlich, dass ich noch Zeit für mich brauche, dass ich meine Ausbildung beenden sollte, ausgeglichener werden sollte und meinen kleinen Selbstliebe-Notfallkoffer besser bestücken sollte. Mein Kopf sagt mir, dass wir gerade einen Rhythmus gefunden haben, in dem ich mir diese kleinen Auszeit nehmen kann, mich ins Arbeitszimmer zum Lernen zurückziehen kann, jeden Morgen mit Yoga in den Tag starten kann und jede Woche ein paar kinderfreie Stunden genießen kann. Mein Kopf sagt mir, dass wir immer noch keinen Kita-Platz für Emma gefunden haben, dass Emma sich nur in den äußersten Notfällen von ihrem Papa ins Bett bringen lässt und dass ich doch eigentlich auch wieder arbeiten gehen wollte.

Und dann flüstert mein Herz meinem Kopf ganz leise zu, dass es immer Gründe geben wird, die gegen ein weiteres Kind sprechen. Dass auch in 5 Jahren die Gefahr besteht, dass ich wieder eine Risikoschwangerschaft haben könnte, erneut eine Wochenbettdepression durchstehen muss und möglicherweise auch wieder ein Schreikind haben werde. Mein Kopf antwortet darauf laut und deutlich, dass er sich nicht sicher ist, ob ich dieses Risiko überhaupt eingehen sollte. Mein Herz wird dann immer etwas lauter und sagt, dass meine Herzenswünsche stärker sein sollten, als meine Angst vor dem, was kommen könnte. Und noch lauter sagt es: „Und was, wenn alles ganz anders kommt? Wenn die Schwangerschaft viel positiver verläuft. Wenn die Geburt nicht wieder in einem Trauma endet. Wenn wir ein entspanntes Kind bekommen. Wenn ich eine ganz andere Kraft in mir spüre und einfach in die Rolle einer zweifachen Mama hineinwachse. Möchte ich wirklich vor lauter Angst die Chance verpassen, unsere Familie wachsen zu sehen?“.

Ich kann nicht leugnen, dass ich mir von Herzen ein, oder sogar auch zwei Geschwister für Emma wünsche. Ich kann aber auch meine Angst und meine Sorgen nicht leugnen. Und noch kann ich nicht sagen, ob mein Herz oder mein Kopf die Überhand gewinnen wird. Momentan fühlt es sich an, als ob die beiden sich ein Kopf an Kopf Rennen leisten, sich gegenseitig immer wieder einholen, kurz überholen und im nächsten Moment schon wieder gleichauf liegen.

Vielleicht gibt es unter euch ja die ein oder andere hochsensible Mama, die sich bewusst für mehrere Kinder entschieden hat.
Oder gibt es vielleicht auch jemanden, der sich ganz bewusst dagegen entschiedenen hat.
Wie sind eure Erfahrungen?

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15 Comments

  • Reply
    Celsy
    4. April 2017 at 16:42

    Liebe Ann-Kathrin,

    danke, dass du deine Gedanken mit uns teilst. 🙂 Als ebenfalls hochsensible Mama kann ich dich wirklich, wirklich gut verstehen. Unser Sohn ist gerade einmal sechseinhalb Monate alt und mein Mann wünscht sich sehr, dass wir uns in ein, zwei Jahren an ein zweites Kind wagen. Mir geht es allerdings genau wie dir – ich bin im permanenten Widerstreit. Leider kann ich dir dementsprechend keinen Weg aus diesem Dilemma bieten. Ich kann dir allerdings sagen: Du bist nicht allein. <3
    Liebe Grüße,
    Celsy

    • Ann-Kathrin
      Reply
      Ann-Kathrin
      4. April 2017 at 16:43

      Vielen lieben Dank für deine Worte. Nicht alleine zu sein bedeutet mir sehr viel.
      Liebe Grüße

  • Reply
    Jenni
    4. April 2017 at 19:51

    Liebe Ann-Kathrin,

    ich muss gestehen, dass ich dir absolut keinen Rat geben kann – aber ich wollte dir an dieser Stelle einmal dalassen, wie sehr ich deinen Mut bewundere, diese Dinge hier mit uns zu teilen und immer wieder gerne auch hier vorbeischaue, um ein paar gute Gedanken und hilfreiche Anregungen mitzunehmen (obwohl ich mir nicht einmal sicher bin, ob ich selbst hochsensibel bin).
    Danke dir für deine Texte!

    Ein Rat vielleicht doch: Bisher hat meine Erfahrung gezeigt, dass das Herz bei solchen Battles immer recht hat.

    Liebe Grüße
    Jenni

  • Reply
    Rebecca
    4. April 2017 at 20:50

    Ich bin zwar nicht hochsensibel, aber ich kenne deine Gedanken… Mir fiel und fällt das Leben mit kind auch oft…. Schwer. Diese krasse Umstellung und Einschränkung. Oft denke ich, ich schaffe es nicht, dabei ist mein Kind so pflegeleicht. Und trotzdem sehe ich uns in meinen Gedanken immer zu viert. Und dann denke ich, dass es doch zu viel werden könnte. Und dann… So ein kleines Baby… Ich hätte schon noch gern eins. Wir wollen uns dieses Jahr noch entscheiden, frühstens im Juli, denn da darf ich wegen Kaiserschnitt erst wieder schwanger werden. Es ist echt nicht die leichteste Entscheidung, jetzt wo man weiß, was so auf einen zukommt. Und kann man dann dem einen Kind überhaupt noch so gerecht werden? Hach….

  • Reply
    Melanie
    4. April 2017 at 22:46

    Dein Artikel kommt wir gerufen! Auch ich habe mir heute gedacht was ich denn für eine schlechte Mutter wäre, weil ich einfach zu wenig Ausdauer habe wenn meine einjährige wiedermal das essen am Boden knallt und mich anschreit, ich würde sie auch am liebsten einfach zurück anschreien. Aber das wäre sinnlos und ich wäre kein besonders gutes Vorbild.
    Deswegen glaube ich auch dass ich ein zweites Kind einfach nicht schaffen würde, aber die Gesellschaft kann es einfach nicht nachvollziehen warum mit mein leben wichtiger ist als meiner kleinen ein Geschwisterchen zu schenken. Daweil geht es uns zu dritt sehr gut, weil die kleine sehr gerne auch allein spielt und da besser spielt als wenns sich Dauernd jemand einmischt.
    Ich bin der erwähnten Facebook Gruppe beigetreten und freue mich auf regen Austausch! Lg melanie

  • Reply
    Mel
    5. April 2017 at 8:00

    Hello, vielen dank fur deine worte… hochsensibilitat habe ich spat akzeptiert… ich habe personlich 4 jahre gewartet, also wurde ich schwanger, als meine tochter 3 war…

  • Reply
    lisa
    5. April 2017 at 13:31

    hallo meine liebe:)
    ich habe zwar noch kein kind. aber ich habe ähnliche gedanken wie du bezüglich des ersten kindes..ich wünsche mir auch sehr ein kind, ich finde es ist eine wundervolle aufgabe, ein kleines wesen großzuziehen, die liebe des kindes zu spüren und gleichzeitig diese liebe weiterzugeben.
    doch auf der anderen seite, habe ich auch angst, was wird aus mir und meiner person..ich brauche auch viel zeit für mich und brauche viel ruhe (ich glaube ich bin auch ein wenig hochsensibel; zumindest treffen ein paar der merkmale auf mich zu)…und habe angst, nicht alles zu schaffen. oft schaffe ich es nicht mal auf mich selbst zu schauen und dann frage ich mich, wie soll es nur mit kind gehen..gleichzeitig glaube ich wächst man so stark an einem kind und ich werde lockerer werden…und ich werde so viel von diesem kleinen wesen lernen können und das wird so schön werden.
    auf jeden fall finde ich es sehr mutig, dass du von deinen sorgen schreibst. und ich kann dir nur eines sagen. höre auf dein herz meine liebe. da ist die antwort. nicht im kopf..

    alles liebe
    lisa
    reisezuuns.wordpress.com

  • Reply
    Christine
    5. April 2017 at 14:28

    Hallo liebe Ann-kathrin,
    Ich fühle voll und ganz mit dir. Ich selbst bin auch Hochsensibel und inzwischen Mama von zwei Jungs. Ja, es treibt mich regelmäßig in den Wahnsinn, doch ich möchte es nie wieder anders haben.

    Mein Großer ist sechs und der kleine sechs Wochen.
    Dazwischen hatten wir ein Mädchen, die war nicht geplant. Unser großer wäre zwei gewesen wenn sie lebend geboren worden wäre. Sie starb im sechsten Monat. Es war eine schwere jedoch wichtig Zeit für uns alle.
    Nach über vier Jahren bekamen wir unser Wunschkind dazu, ich bin überglücklich. Es kostet mich viele Nerven und ist anstrengend, nur fühlen wir uns nun so komplett an. Kann dir nur sagen, wage dieses Abenteuer, es ist so schön ❤
    Viele liebe Grüße Christine

  • Reply
    Gabi
    5. April 2017 at 16:53

    Du sprichst mir so aus der Seele…

  • Reply
    Andrea
    5. April 2017 at 17:32

    Hallo Liebe Ann- Kathrin,

    ich hatte damals die gleichen Ängste & Gedanken wie Sie als es hieß das ich schon mit dem 2. Kinder schwanger war und das 1. grade erst mal 2 Monate alt war.
    Für mich brach eine Welt zusammen.
    Aber als ich das Herzchen schlagen ge sehen hab fing ich an Positiv zu Denken und alles einfach auf mich zu kommen zu lassen.
    Ich bin Alleinerziehend und es ist alles andere als leicht allein wegen dem geringen Altersunterschied aber wenn man für sich selbst entschieden hat das zu Schaffen dann schafft man das auch.

    Mamas schaffen meist mehr wie Sie sich selbst zutrauen 🙂

    Ganz liebe Grüße
    Andrea

  • Reply
    Liz
    5. April 2017 at 20:45

    Ich bin zufällig auf deinen Artikel gestoßen und habe mich direkt wieder erkannt 🙂 nachdem ich einiges über Hochsensibilität gelesen habe, vermute ich, mich darin wiederzufinden.. Die Beschreibung deiner Bedürfnisse trifft es ziemlich gut, womit ich im Alltag auch zu kämpfen habe. Und ebenso ging es mir mit Herz und Verstand bezüglich einem zweiten Kind. Da ich jedoch schon immer der Herz-Typ war, der sich von Gefühlen leiten lässt und selten wichtige Entscheidungen bewusst trifft

    (ob das nun gut ist oder nicht, kann ich gar nicht genau beurteilen 😉 zumindest hat mich gedankliches Auseinanderpflücken oder die Abwägung von pro und contra, beim Entscheidungen treffen selten sicherer gemacht. Zuletzt war immer das gute Gefühl ausschlaggebend)

    .. hat sich die zweite Schwangerschaft einfach ergeben und ich freue mich sehr darauf, dass mein 3-jähriger Mitte Mai ein Geschwisterchen bekommen wird. Parallel schwirren trotzdem die gleichen Gedanken durch den Kopf, wie du sie beschrieben hast.. zb dass es eine Herausforderung wird, die Bedürfnisse jedes Einzelnen einer vierköpfigen Familie unter einen Hut zu bekommen usw. Aber im Endeffekt denke ich, habe ich bisher soviel über mich lernen können und mich weiter entwickelt seit ich Mama bin, alleine dadurch dass mein 3-jähriger mir täglich den Spiegel vor die Nase hält und sein Verhalten ausschlaggebend ist mich selbst zu reflektieren, so dass ich mich stark genug fühle, mich der Herausforderung eines zweiten Kindes zu stellen. Außerdem wächst man ja mit jeder gemeisterten Situation und jedem gemachten Fehler aus dem man lernt.
    Ich hoffe, ich konnte dir mit dem Teilen meiner Gedanken Mut machen, deinen Herzenswünschen zu folgen und dem optimistisch entgegen zu sehen (und das aus dem Mund einer Pessimistin :-P).
    Solange wir in Kontakt zu unseren Gefühlen bleiben und stets an einer guten Beziehung zu unseren Liebsten arbeiten, sind wir auf einem guten Weg!

  • Reply
    Tine
    5. April 2017 at 22:43

    Ich bin auf der anderen Seite, habe zwei Kinder im Alter von fünf Jahren und knapp einem Jahr. Was kann ich schreiben? Es ist schon schwer, manchmal. Und ich habe mich für ein zweites absolut aus dem Bauch heraus entschieden, das obwohl meine Erstgeborene sehr anstrengend war, viel Weinen, viel Körperkontakt und das bis heute – manchmal ist es wie in einem Gefängnis. Die zweite ist, auch situationsbedingt, ruhig und entspannt, ebenso aufgeweckt aber weniger anstrengend (zumindest bis jetzt). Es ist schwierig zu beschreiben. Ich habe oft das Gefühl, dass es mir zu viel wird, ich weder mir noch der Familie gerecht werde. Dann gibt es die ‚Zaubermomente‘, in denen ich das größte Glück empfinde und manchmal der Blick von oben und das Kopfschütteln. Das schlechte Gewissen nicht gut genug zu sein, verändert mich, macht mir zu schaffen. Ich hoffe, dass ich wieder ins ruhige Wasser und die richtige Bahn komme und die Orientierung wiederfinde, die ich vor fünf Jahren irgendwie im Kreißsaal abgegeben habe. Ich hoffe, dass meine Töchter sich verstehen und irgendwann mich verstehen, warum ich manchmal so unkontrolliert reagiere, in manchen Situationen nicht die Verantwortung übernehme. Ich will, aber ich kann nicht. Ich muss mich finden, wieder ich werden und dann wird es gut.
    Nur der Bauch kann dir sagen, was du willst – würde es nicht wegschieben. Alles andere ist irgendwie zu schaffen, zur Not mit Hilfe von außen. Einfacher wird es aber erst einmal nicht, flexible Struktur wird super wichtig sein (fehlt mir völlig, bringt mich in große Zeitnot).
    Eine beendete Audbildung würde einem einfach nicht mehr im Nacken sitzen, mag ich nur anmerken.
    Du findest deinen Weg!

  • Reply
    Susi
    6. April 2017 at 7:26

    Hallo meine Liebe,
    unsere größte Herausforderung ist im Januar 2 geworden und auch ich stecke genauso in der Zwickmühle! Hat man noch einmal die Kraft um all diese Nächte und Tage durchzustehen? Langsam werden wenigstens die Nächte einfacher und die Tage ja sowieso! Wenn ich dein Artikel so lese dann bin ich wohl auch Hochsensibel, was mir dann einiges erklären würde! Schade das ihr keinen Kitaplatz bekommt, das war das was ich brauchte, seit August geht er nun, und ich glaube, ich wäre sonst durchgedreht, hinzu ist er ein schlechter Esser gewesen, fast jeden Tag umsonst gekocht, irgendwann ist man an einem
    Punkt wo ich mich gefragt habe ob ein zweites Kind sogar unsere Ehe gefährden könnte! Mehr leisten kann mein Mann nicht, das zu Bett bringen, ja auch das Problem kennen wir, aber er beruhigt sich sehr schnell wieder! Wir schlafen sogar in 2 Betten, damit wenigstens einer Schlaf bekommt! Und dennoch glaube ich das wir ein zweites bekommen sollten, habe Angst es später zu bereuen, zur Not muss eine Putzfrau und Nanny (keine Oma in der Nähe) her! 😉 Die Kinder bleiben doch fürs Leben, da wäre es gelacht wenn wir die ersten Jahre nicht packen würden! Ich hoffe, das ihr für euch die richtige Entscheidung treffen werdet!

  • Reply
    Stefanie L
    6. April 2017 at 13:21

    Liebe Ann-Kathrin

    Vielen Dank das du deine Gesanken mit uns teilst, mir hilft es immer sehr von anderen zu lesen die in einer ähnlichen Situation stecken. Es ist total interessant wie ähnlich Gedanken von eigentlich fremden sein können, als währen es die eigenen, Wort für Wort…. Mir ging es vor 3 Jahren ganz genauso wie dir. Damals wusste ich noch nichts davon das ich selbst und mein 1. geborener Sohn beide HS sind. Wenige Jahre und eine lange Leidensgeschichte (bis wir wussten was an uns so speziell ist) später kann ich sagen es war eine der besten Entscheidungen meines Lebens mich trotz allem für ein 2 Kind zu entscheiden. Mich plagten genau die selben „was ist wenn…“ Fragen ja sogar mein Therapeut bei dem ich damals war riet mir zu diesem Zeitpunkt ab, erneut schwanger zu werden, jetzt wo ich doch endlich stabil sei. Mein Herz war aber wie stärker als mein Verstand. Als ich meinen 2 Sohn in die Arme schloss wusste ich sofort unsere Familie ist nun komplett. Ich bereue keine Sekunde.

  • Reply
    Lara
    7. April 2017 at 21:50

    Ich kann mich in vielen Gedanken wiederfinden. Eigentlich wollte ich nie ein zweites Kind. Aber ich bin immer mehr am überlegen, ob es nicht doch eine schöne Bereicherung wäre und vielleicht auch einige Anspannung aufbrechen würde. Doch ich weiß, dass mein Nervenkostüm wirklich nicht das beste ist und deshalb habe ich großen Respekt vor der Entscheidung. Auch, weil wie bei euch, z.Bsp. das ins Bett bringen an mir liegt. (Was mich nicht stört.) Aber ich möchte ihm nichts wegnehmen, was er noch braucht. Und bin deshalb, wenn wir uns für ein zweites Kind entscheiden sollten für einen größeren Altersabstand.

    Ich glaube bei Jil von http://vonherzenundbunt.de/ steht etwas zum Thema Kinderwunsch und Hochsensibilität.

    Liebe Grüße,
    Lara

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