DIY Tutorial

[DIY] Tast-Bilderrahmen zur Förderung der taktilen Wahrnehmung

Der Taktile Sinn, also der Tastsinn, ist für Babys und kleine Kinder der wichtigste ihrer 5 Basissinne. 
Schon ganz zu Beginn der Schwangerschaft, um die 5./6. Schwangerschaftswoche herum, entwickeln Babys die Fähigkeit zu spüren. Noch im Mutterleib, machen sie die ersten taktilen Erfahrungen indem sie zum Beispiel am Daumen nuckeln, die Gebärmutterwand berühren oder auch das Fruchtwasser an der Haut spüren. 
 
Während sich auch die anderen Sinne langsam entwickeln, ist der taktile Sinn bei der Geburt am besten ausgebildet, wenn auch noch nicht voll ausgebildet. Gerade in den ersten Lebensmonaten, in denen sich die Säuglinge noch nicht auf ihre visuelle und auditive Wahrnehmung verlassen können, sind sie auf die taktile Wahrnehmung angewiesen, um ihre Umwelt kennenzulernen.
 
Alles, was wir fühlen, wird durch Sinneszellen, sogenannte Rezeptoren, wahrgenommen und zum Gehirn geleitet. Diese Rezeptoren befinden sich überall in unserer Haut. Die meisten befinden sich an den Fingerkuppen, den Lippen, der Zunge und den erogenen Zonen. Dies erklärt auch, warum Babys sich alles in den Mund stecken – sie lernen so verschiedenste Gegenstände und ihre Eigenarten kennen.
 
Auch der Hautkontakt ist von großer Bedeutung, vermittelt er den Babys doch Sicherheit und Geborgenheit und ist für ihr Wohlbefinden ausschlaggebend. Vor allem bei zu früh geborenen Babys hat man feststellen können, dass der enge und direkte Hautkontakt zwischen Babys und deren Eltern, das Känguruhen, positive Effekte auf die Entwicklung hat.
 
Im Laufe der Zeit lernen Kinder durch das Tasten und Berühren nicht nur ihre Umwelt kennen, sondern auch ihren Körper. Sie lernen, sich selbst zu spüren – ein wichtiger Schritt um später auch das Mit-fühlen lernen zu können.
 
 
Als Kind habe ich Tastparcours geliebt. Mit geschlossenen Augen über verschiedenste Materialien zu laufen und sich dabei ganz auf den Tastsinn zu verlassen – Erinnerungen, die ich nie vergessen werde.
Für Emma habe ich vor Kurzem eine Mini-Version eines solchen Parcours gebastelt: einen Tast-Bilderrahmen.
 
Was ihr dafür braucht:
 
– Bilderrahmen
– unterschiedliche Materialien zum Tasten (Knisterfolie, Schmiergelpapier, Perlen,…)
– Kleber
 
Schneidet die verschiedenen Untergrund-Materialien so zurecht, dass sie in den Bilderrahmen passen.
Klebt diese dann auf das Papier, welches sich schon vorher im Bilderrahmen befand.
Wenn ihr Perlen benutzt, fädelt diese auf, legt sie unter das Papier und verknotet die Bänder auf der Rückseite, damit sie sich nicht lösen können.
 
Legt nun zuerst das Passepartout in den Bilderrahmen, gefolgt von den aufgeklebten Tast-Materialien. Darüber legt ihr die Glasscheibe und das Rückteil des Bilderrahmens und verschließt den Rahmen. Wem es mit der Glasscheibe zuu gefährlich ist, der kann natürlich auch eine weitere Schichte Papkarton zurecht schneiden und diese als Alternative für die Glasscheibe einsetzen. Wichtig ist nur, dass am Ende wirklich alles fest ist. 
 
 
Ich habe Emma den Rahmen erstmal auf den Boden gelegt, da ich noch nicht dazu gekommen bin, ihn an der Wand in ihrem Kinderzimmer zu befestigen.
Interessant wird das Ganze vor allem dann, wenn ihr hin und wieder die Materialien austauscht z.B. gegen verschiedene Stoffarten, Wolle o.Ä.
 
 

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2 Comments

  • Reply
    Anna G
    19. November 2015 at 20:13

    Toll, praktisch und sieht gut aus 🙂

  • Reply
    Munchkins HappyPlace
    24. November 2015 at 10:59

    Vielen lieben Dank

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