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Neue Interview-Reihe „Mütter mit psychischen Erkrankungen erzählen“

Hier, auf meinem Blog, wird in den nächsten Tagen eine neue Blog-Reihe an den Start gehen, und zwar zum Thema „Mütter mit psychischen Erkrankungen erzählen“.
Ich habe lange hin und her überlegt, wie ich dieses Thema, das ich als unglaublich wichtig ansehe, in meinen Blog integrieren könnte, und bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich gerne eine Reihe von Müttern selbst zu Wort kommen lassen möchte.

Psychische Erkrankungen unter Müttern oder Eltern sind genauso häufig anzutreffen, wie psychische Erkrankungen bei allen anderen Menschen. Diese Tatsache macht es für betroffene Mütter jedoch nicht einfacher, denn sie haben nicht nur die Aufgabe, ihr Leben samt ihrer Erkrankung zu meistern, sondern sie sind gleichzeitig auch noch für ihre Kinder und den Familienalltag verantwortlich. Doch nicht nur das stellt eine Hürde dar, sondern auch die soziale Umwelt kann zu einer Belastung werden – vor allem dann, wenn die erkrankten Müttern mit Vorurteilen oder Missbilligung konfrontiert werden.

Meiner Meinung nach, findet das Thema viel zu wenig Beachtung in der Öffentlichkeit – und wenn es in den Medien dann doch mal angesprochen wird, dann meist mit Überschriften à la „Psychisch kranke Eltern schaden ihren Kindern!“. Versteht mich nicht falsch, natürlich gibt es viele Fälle, in denen die Erkrankung eines oder sogar beider Elternteile eine Belastung für die Kinder darstellt. Es gibt Kinder, die im Alter von 4 Jahren ihr eigenes Essen zubereiten, weil die Mutter den ganzen Tag im Bett liegt. Oder Kinder, die sich schon im jungen Alter um ihre jüngeren Geschwister kümmern und somit die Elternrolle übernehmen. Es gibt Kinder, die mit Suizidversuchen und Medikamenten-Missbrauch konfrontiert werden und Kinder, die für ihre Eltern lügen, um den Schein nach Außen wahren zu können.
Keine Frage, in solchen Fällen schaden die Eltern ihren Kindern gewaltig.

Doch es gibt auch die Eltern, zu denen auch ich mich zähle: Eltern, die eine psychische Erkrankung haben und trotzdem ein geregeltes und „normales“ Familienleben führen, ihre Kinder über alles lieben und die versuchen, so gut es geht mit ihrer Krankheit zu leben.

In meinem Fall lautet die Diagnose „Generalisierte Angststörung & Panikstörung mit depressiven Phasen“.
Mittlerweile weiß ich, dass meine Hochsensibilität eine der Hauptursachen für meine Panikattacken ist und dass auch meine depressiven Phasen mit einer vorherigen Überbelastung einhergehen, in der ich nicht genug auf mich selbst geachtet habe. Doch ganz egal, was die Ursache, die Auslöser oder die Bezeichnung ist – ich habe eine psychische Erkrankung und trotzdem ändert das absolut nichts daran, dass ich eine sehr gute Mutter bin.
(Hier habe ich über meine Erfahrungen mit meiner Wochenbettdepression geschrieben)

In meiner neuen Blog-Reihe möchte ich gerne ein Stück weit mit den Vorurteilen aufräumen und betroffenen Frauen und Müttern Mut machen.
Ich möchte eine Reihe von Frauen zu Wort kommen lassen, die durch ihre Erkrankungen ganz eigene Erfahrungen machen konnten unddie bereit dazu sind, ganz offen von ihrem Leben zu erzählen.
Ganz abgesehen von den Erkrankungen haben all diese Frauen für mich etwas gemeinsam: sie sind stark und mutig. Mit einem solchen Thema an die Öffentlichkeit zu gehen, erfordert tatsächlich eine Menge Mut. Man macht sich verwundbar und läuft Gefahr, mit negativen oder vielleicht sogar böswilligen Kommentaren konfrontiert zu werden.
Aber wenn wir nicht darüber sprechen, dann wird sich auch niemals entwas ändern – dann werden die Vorurteile nie weniger werden und viele Frauen werden sich weiterhin verstecken und mit niemandem über ihre Gefühle und Gedanken sprechen.

Das möchte ich gerne, mit Hilfe dieser tollen Frauen, von denen ihr im Rahmen dieser Blog-Reihe lesen werdet, ändern.

Wenn auch du dich angesprochen fühlst, dich in einem der kommenden Berichte wiederfindest und vielleicht selber über deine eigenen Erfahrungen sprechen möchtest, dann kannst du sehr gerne (auch anonym) an der Reihe teilnehmen. Schreibe mir dazu einfach eine Mail an kontakt@munchkinshappyplace.de oder schicke mir eine private Nachricht bei Instagram oder Facebook.

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