Gedankenwelt Mama-Gedanken

Meine Top 10 der nervigsten Sprüche für eine junge Mama

 
Kennt ihr sie nicht auch, diese speziellen Fragen, die einem immer und immer wieder gestellt werden und bei denen man innerlich nur noch mit den Augen rollen kann und so knapp wie möglich antwortet? Von diesen Fragen oder auch Sprüchen, habe ich seit der Schwangerschaft und ganz besonders seit Emmas Geburt so einige zu hören bekommen. Manche zum Glück nur ein Mal, andere dafür immer wieder. Heute gibt es eine kleine Sammlung meiner „liebsten“ nervigen Fragen/Sprüche.
 Na, kommen euch vielleicht ein paar bekannt vor?
 

 
Nein, ich muss Emma auf keinen Fall schreien lassen. Weder im Bett, noch im Auto, noch wenn sie bei anderen auf dem Arm ist. Ja, Babys können noch nicht sprechen und das Weinen ist ihre Art sich auszudrücken. Würde es Emma jedoch gut gehen, dann würde sie nicht weinen sondern lachen, denn das kann sie ziemlich gut. Seit 7,5 Monaten lernt Emma nun schon ihre Umwelt und das Leben kennen und in dieser Zeit hat sie tagtäglich neue Situationen erlebt und viele Eindrücke sammeln können. Für so einen kleinen Menschen, vor allem einem sehr sensiblen Menschen, ist das eine ganze Menge und kann einem manchmal auch Angst machen und teilweise braucht es Zeit Erfahrungen zu verarbeiten. Und diese Zeit möchte ich Emma nicht nur geben, sondern sie auf ihrem Weg begleiten und schwierige Situationen gemeinsam mit ihr meistern. Und dazu gehört, dass ich Emma auf den Arm nehme wenn sie schreit und die Sicherheit und Nähe zu ihrer Mutter braucht. 
 
 
Ich freue mich für jeden, dessen Kind die ganze Nacht durchschlafen kann. Auch Emma wird das irgendwann können bzw. hat sie es sogar in vereinzelten Nächten schon geschafft bis zu 9 Stunden am Stück zu schlafen. In den meisten Nächten meldet sie sich aber bis zu 4 Mal und braucht dann teilweise auch lange um wieder einzuschlafen. Solche Nächte sind unglaublich anstrengend und klauen einem jegliche Kraftreserven. Nach viel anstrengender sind für mich aber doch die Vergleiche zu anderen Babys.
 

 

  Diesen Satz habe ich vor allem in den ersten Wochen sehr häufig gehört und er war oft darauf bezogen, dass ich Emma nicht habe schreien lassen und dass sie auf meinem Arm schlafen durfte. Ich bin fest davon überzeugt, dass man ein Baby in diesem Alter nicht verwöhnen kann, man kann ihm lediglich geben, was es braucht. Ältere Babys kann man sicherlich an gewisse Dinge gewöhnen, aber auch das ist ein großer Unterschied zum „verwöhnen“.
 
 Jedes Baby hat sein eigenes Schlafbedürfnis. Manche brauchen 2-3 längere Schläfchen, andere machen immer wieder 20-minütiges Power-Napping. Bis vor einigen Wochen, war Emma immer nach ungefähr 2 Stunden müde und hat dann meistens 30 Minuten geschlafen. Wenn sie ihren Schlaf nicht bekommen hat, war sie nicht nur unglaublich quengelig, sondern hat irgendwann ihren müden Punkt überwunden und war dann so neben der Spur, dass wir sie abends nicht ins Bett bekommen haben. Bei uns bedeutet also ein guter Schlaf tagsüber auch ein sanftes und ruhiges zu Bett gehen am Abend. Und ja, das bedeutet, dass ich die meisten Tage nach Emmas Schlafenszeiten ausrichte und sie nicht unnötig wach halte nur um anderen einen Gefallen zu tun.
 
Bei diesem Thema gehen die Meinungen oft sehr auseinander. Während ich teilweise sehr positive Reaktionen zum Stillen bekommen habe, gab es auch Leute, die nicht verstehen können, warum ich nicht nach spätestens 6 Monaten abgestillt habe, oder große Augen machen wenn sie hören, dass ich noch nicht weiß, wie lange ich Emma noch stillen werde. Ich denke das Stillen ist etwas, mit dem sich sowohl Mama als auch das Baby wohlfühlen sollten. Wenn es nach mir geht, dann werde ich auf jeden Fall bis zu Emmas 1. Geburtstag stillen und möglicherweise auch noch länger, aber das hängt natürlich auch von Emma selbst ab.
 
Schon während der Schwangerschaft wurden wir gefragt, ob wir unsere Katzen denn weggeben würden wenn Emma da ist. Katzen verlieren ja nun mal Haare und haben Krallen. Was für ein absurder Gedanke, niemals würden wir unsere zwei Stubentiger abgeben. Emma liebt die beiden über alles und strahlt jedes Mal übers ganze Gesicht wenn sie eine der Katzen erblickt. Seit Emma krabbeln kann sind Emmas Fell-Geschwister jedoch vorsichtiger geworden und machen teilweise einen großen Bogen um sie. Selbstverständlich haben wir die drei immer im Auge, momentan aber eher um auf die Katzen aufzupassen als andersherum.
 
Das habe ich mittlerweile so oft zu hören bekommen, dass ich die Kinderärztin beim letzten Termin tatsächlich gefragt habe, ob Emma vielleicht zu dick ist. Nein, Emma ist natürlich nicht zu dick. Emma ist ein ganz normales Baby, Babyspeck inklusive. Trotzdem verunsichern mich diese Aussagen sehr, vielleicht weil mein eigenes Gewicht jahrelang eine große Rolle gespielt hat. Es macht mich ein wenig traurig, dass schon kleine Babys als dick bezeichnet werden, auch wenn es die meisten bestimmt nicht so meinen. Zum Glück kann Emma solche Kommentare noch nicht verstehen.
 
 Dass Emma noch bei uns im Schlafzimmer schläft hat mehrere Gründe. Zum einen stille ich jede Nacht mindestens 1x, oft auch mehrmals. Es ist einfach super praktisch nicht aufstehen zu müssen, Licht anmachen zu müssen und durch den Lärm gegebenenfalls noch die Katzen zu wecken, die dann denken es ist Futterzeit. Zudem braucht Emma nachts einfach noch unsere Nähe. Um wieder in den Schlaf zu finden hält sie gerne unsere Hände fest oder kuschelt sich an uns ran. Bis Emma in ihr eigenes Zimmer zieht wird wohl noch ein bisschen Zeit vergehen. Zuerst werden wir auch versuchen sie an ihr Gitterbett (bisher schläft sie im Beistellbett) in unserem Schlafzimmer zu gewöhnen, so dass sie sich Schritt für Schritt an die neue Schlafsituation gewöhnen kann.
 
Erstmal vorweg, ich bin überglücklich. Ich liebe es Emmas Mama sein zu dürfen und kann mir ein anderes Leben gar nicht mehr vorstellen. Doch es gibt auch Tage, an denen ich mich komplett überfordert fühle. Vor allem in den ersten Wochen, mit Wochenbettdepression oder sehr ausgeprägtem Baby-Blues, kamen mir oft die Tränen und ich war verzweifelt. Ich habe mich sehr oft wie eine Versagerin gefühlt, die es nicht schafft, ihr eigenes Baby zu beruhigen und die halt nach dem 6 Stillen in der Nacht alles andere als glücklich war. Wenn ich versucht habe mit anderen über meine Gefühle zu sprechen, fühlte ich mich noch schlechter, denn durchweg jeder sagte mir, dass ich glücklich sein müsste oder dass sie selbst immer glücklich waren. Zum Glück habe ich dann doch Kontakt zu anderen Müttern aufbauen können, denen es genauso ging wie mir. Mütter, die bis an ihre Grenzen gehen und auch darüber hinaus. Mütter, die alles für ihre Kinder tun würden und ganz sensibel auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen. Und Mütter, denen es passiert dabei die eigenen Bedürfnisse komplett zu vergessen. Aber vor allem Mütter, die sich eingestehen, dass nicht alles perfekt ist, und die sich trauen auch darüber zu sprechen.
 
 
 Diese Frage oder teilweise auch Kritik, kam meistens von Seiten meiner Familie. 
Es stimmt, ich teile persönliche Ausschnitte unseres Lebens mit einem Haufen wildfremder Menschen, Menschen, die ich größtenteils nie persönlich treffen werde. Da finde ich die Frage nach dem Warum auf jeden Fall gerechtfertigt. Die Kritik daran halte ich jedoch für überflüssig. Ich habe mit dem Bloggen aus purer Langeweile angefangen, nachdem ich auf Grund meiner Schwangerschaft meinen Job verloren habe und später wegen Komplikationen wochenlang im Bett liegen musste. Es fing also als reiner Zeitvertreib an. Und dann habe ich gemerkt, dass es mir richtig Spaß macht und mich motiviert kreativ tätig zu sein. Nebenbei habe ich, vor allem über Instagram, viele wunderbare Menschen kennengelernt, zu denen teilweise ein enger Kontakt entstanden ist. Gemeinsam, und doch hunderte Kilometer voneinander entfernt, erleben wir ähnliche Situationen, geben und erhalten Rat in schwierigen Momenten, freuen uns über das Erreichen von Meilensteinen der jeweils anderen Kinder und haben immer liebe Worte füreinander übrig. 
Warum sollte ich auf so etwas wunderbares verzichten?
Wichtig ist für mich jedoch auch eine gewisse Privatsphäre zu bewahren, denn noch kann Emma nicht entscheiden, wie sie zu all dem steht. Aus diesem Grund gibt es hier auch keine Fotos, die Emma komplett zeigen und ich spreche mich mit meinem Freund über die Inhalte ab, die ich preisgebe. 
 
Welche nervigen Fragen oder Sprüche habt ihr denn zu hören bekommen?
 

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1 Comment

  • Reply
    Barbara Keseling
    24. August 2015 at 19:10

    Hallihallo,
    danke für diesen Post! Ich stimme Dir in allen Punkten komplett zu. Ok….beim Stillen kann ich nicht mitreden, aber auch da bin ich der Ansicht, dass das ja wohl jedem selbst überlassen bleiben sollte und eigentlich auch niemanden etwas angeht 😉
    Von dem Punkt mit dem Verwöhnen weil nicht schreien lassen und auf dem Arm schlafen lassen kann ich ganze Arien singen! Auch ich glaube, dass es rein gar nichts mit verwöhnen zu tun hat sondern es ist ein Eingehen auf die Bedürfnisse des Babys.
    Nun wünsch ich Dir noch einen schönen Abend,
    liebe Grüße,
    Barbara/ babsi_maigloeckchen bei Insta ;-))))

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