Gedankenwelt Mama-Gedanken Schwangerschaft

Gedankenwelt in der 32. Schwangerschaftswoche

 
 
Als ich heute Morgen aufgewacht bin, hätte ich am liebsten gejubelt. 
Um die Nachbarn nicht so früh am Morgen zu belästigen, habe ich es bei einem breiten Grinsen und den Worten
 „Schatz, wir haben es in die 32. Woche geschafft“ belassen. 
Daraufhin beglückwünschten wir uns mit einem High Five.
 

Wieder sind wir einen Schritt weiter, ein weiteres Ziel ist erreicht.
Wohl nicht ohne Grund bin ich heute schon den ganzen Tag sehr emotional. 
Wenn ich auf die letzten Monate zurück blicke wird mir bewusst, wie schnell die Zeit vergangen ist.
 Woche für Woche, Tag für Tag – die Zeit rast nur so an uns vorbei. 
Selbst die letzten Wochen, die ich mit Sorgen und Ängsten verbracht habe, kommen mir vor wie ein kurzer Augenblick. Und während ich hoffe, dass unsere Tochter noch ein paar Wochen in meinem Bauch wachsen und sich entwickeln kann, und ich mich auf den Tag der Geburt und unseren neuen Lebensabschnitt freue, kommt mir immer wieder der Gedanke, dass die Zeit der Schwangerschaft bald vorbei ist. 
 
So wie ich mir zu Beginn der Schwangerschaft nicht vorstellen konnte, wie es sich anfühlt Leben im Bauch zu haben, so kann ich mir jetzt nicht vorstellen wie es sein wird, die Tritte und Bewegungen unserer Kleinen nicht mehr täglich spüren zu können. 
Nicht dass es nicht manchmal auch unangenehm ist, wenn sie es sich auf meiner Blase gemütlich macht oder testet, was mein Bauch aushalten kann. 
Doch selbst in diesen Momenten ist es das unglaublichste und faszinierendste Gefühl, dass ich je hatte. Und ich vermisse es schon jetzt. 
Ich habe mich einfach daran gewöhnt, dass unsere Tochter immer ganz nah bei mir ist, ich merke wann sie schläft und wann sie wach ist oder wann sie Schluckauf hat.
 
Als ich im Krankenhaus lag, hatte ich schwer damit zu kämpfen, dass ich mich so unglaublich hilflos gefühlt habe. Ich, als Mutter, wusste nicht, wie ich meinem Kind helfen soll. 
Jedes Mal wenn ich aufstehen musste, um zur Toilette zu gehen, bekam ich Schuldgefühle und dachte, dass ich unserem Kind damit schaden würde.
 Doch irgendwann wurde mir bewusst, dass ich nicht mehr tun kann als ich nun mal tun kann. 
Ich kann auf meinen Instinkt, auf mein Bauchgefühl, hören, kann mich schonen und entspannen, kann mit unserer Tochter sprechen und mich gedanklich (und mit Online-Shopping) auf die Zeit nach der Geburt vorbereiten. 
Unsere Kleine wird kommen, wenn sie es für richtig hält. 
Und das wird irgendwann zwischen heute und Mitte Januar der Fall sein.
 
Und diese Zeit,  die uns in enger Verbundenheit noch bleibt, möchte ich so gut es geht genießen.
 
Und während ich die Tritte unserer Tochter spüre, stelle ich mir vor, wie sie wohl aussieht, was sie für einen Charakter hat, und wie es wohl sein wird, sie im Arm zu halten und mit ihr gemeinsam die Welt neu zu entdecken. 
Wirklich vorstellen kann ich mir auch das nicht.
 Aber die letzten Monate haben mir gezeigt, dass ich mir wahrscheinlich schon nach sehr kurzer Zeit nicht mehr vorstellen kann, jemals ohne sie gelebt zu haben.

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