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Blogger-Adventsgeschichte – 3. Türchen

 
 Kapitel 3: Ein fairer Tausch
 
Während Frau Maus und Eika, das Eichhörnchen, unterwegs sind, um den alten Dachs zu finden, starten auch die anderen Tiere ihre Suche nach Essbarem um den kalten Winter überbrücken zu können. Sie teilen sich auf und gehen in unterschiedliche Richtungen, um so viel wie möglich finden zu können.  So machen sich auch die Eule Erna und die beiden Blaumeisen Bo und Bea auf den Weg. Nein, die drei trippeln nicht über den von leichtem Schnee bedeckten Waldboden, sie fliegen natürlich. So kommen sie recht zügig voran und haben schon nach kurzer Zeit den Wald verlassen und steuern ein kleines Dorf an.

„Nicht so schnell Erna, wir sind doch viel kleiner als du“, piepst Bea die Blaumeise. „Wir müssen aber in Bewegung bleiben, damit uns nicht so kalt wird“, antwortet die Eule. „Kalt, da sagst du was, mir ist so kalt“, meldet sich nun auch Bo zu Wort. Für die drei ist es wirklich sehr kalt. Im Wald, wo sie sonst herumfliegen, stehen so viele Bäume, dass sie vor dem eisigen Wind gut geschützt sind. Doch hier, im Dorf, weht ihnen der Wind jetzt ordentlich durchs Gefieder. „Dann lasst uns eine Pause machen. Vielleicht finden wir ja ein wärmeres Plätzchen“, sagt die Eule Erna.
 
Sie fliegen noch ein paar Minuten weiter, als sie ein großes Haus sehen. Dieses Haus ist viel größer als all die anderen. Es hat auch viel mehr Fenster und vor dem Gebäude ist ein großer Platz mit komisch aussehenden Geräten. Sie sehen zwei kleine Bretter, die an Seilen befestigt sind und durch den Wind hin und her schaukeln. Daneben ist etwas, das so ähnlich aussieht wie eine Leiter und weit nach oben führt. Auf der anderen Seite ist ein rotes Plastikdings, welches ganz glatt ist und bis runter zum Boden geht und dort in einem großen Kasten voller Sand endet. 
 
Was könnte das nur sein? Wisst ihr es vielleicht?
 
 
„Schaut mal, da vorne ist ein geöffnetes Fenster“, piepst Bea aufgeregt. Jetzt sehen es auch  Bo und Erna. Eines der Fenster ist tatsächlich einen Spaltbreit geöffnet, gerade so weit, dass Bo und Bea durchschlüpfen könnten.  Erna die Eule landet auf dem Fenstersims uns sagt: „Fliegt ihr Beide ruhig ins Innere und wärmt euch auf. Ich warte hier derweil auf euch. Seit aber bitte ganz vorsichtig.“ „OK, wir passen auf uns auf“, piepst Bo, und schwuppdiwupp sind beide durch den Spalt in das warme Gebäude geflogen. Als Erstes fallen ihnen die vielen Tische und Stühle in dem Raum auf. Und an der Wand hängt eine große Tafel. Doch dann fällt ihr Blick auf ein paar wunderschöne Sterne, die an Fäden von der Decke runter hängen. „Meinst du, das sind die Sterne, die nachts immer so schön am Himmel leuchten?“, will Bo wissen. „Ach Quatsch, diese hier sind doch aus Papier“, antwortet Bea. „Aber ich finde, sie sind genauso schön, wie die Sterne am Himmel. Meinst du, wir können einen mitnehmen?“ „Oh ja, lass uns einen mitnehmen. Aber dann sollten wir auch etwas hierlassen.“ „Ich weiß was“, piepst Bo ganz aufgeregt, „ich lasse einfach eine meiner Federn hier, die sind doch auch sehr schön. Ich habe so viele davon, da kann ich gut auf eine Feder verzichten.“ Gesagt, getan – Bo zupft sich mit dem Schnabel eine Feder aus, und legt sie auf einen der Tische, während Bea einen  Papierstern von der Decke löst. 
 
„Habt ihr euch ein bisschen aufwärmen können?“, ruft Erna von draußen herein. „Ja, wir kommen jetzt wieder raus.“ Und schwuppdiwupp, so schnell wie sie nach innen geflogen sind, fliegen sie auch wieder hinaus. Auf dem Fenstersims sitzt die Eule Erna. Doch was ist das? Was liegt denn da vor Erna auf dem Sims? Es ist etwas Kleines und Rundes und im Mondschein können die beiden Blaumeisen erkennen, dass es orange ist. „Eine Mandarine“, piepst Bea, „wo hast du die denn gefunden?“ „Während ich hier auf euch gewartet habe, habe ich sie dort vorne bei der Bank gesehen. Die muss dort wohl jemand vergessen haben. Karla, das Kaninchen, hat letztens erzählt, dass sie eine Mandarine gefuttert hat, und dass sie sehr lecker geschmeckt hat. Also dachte ich, dass sich vielleicht ein paar unserer Freunde über die Mandarine freuen würden.“ „Das ist aber lieb von dir Erna, dass du auch an die anderen Tiere denkst. Vielleicht findet ja auch jemand etwas Leckeres für uns.“, piepst Bo.
 
Gemeinsam machen sich die drei wieder auf den Weg zurück zum Wald. Erna hält die Mandarine gut mit ihren Krallen fest während Bo und Bea gemeinsam den Stern in ihren Schnäbeln halten. Alle drei sind so glücklich über ihre Schätze, dass sie gar nicht mehr spüren, wie kalt es eigentlich ist.
 
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Morgen geht die Geschichte weiter. Ihr findet das 4. Kapitel bei Kiwimama 
 
Falls ihr erst jetzt dazugestoßen seid findet ihr das erste Kapitel bei Mamagogik und das zweite Kapitel bei Muttis Nähkästchen.

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