Bauchreihe Gedankenwelt Schwangerschaft

28. Schwangerschaftswoche

 

Schwangerschaftswoche: 28. SSW
 
Bauchumfang: 96cm
 
Munchkins Größe: So schwer wie ein Blumenkohl / ca. 33cm und 1026g
 
Geschlecht: Mädchen
 
Bewegungen: Unsere Kleine hat sich in den letzten 2 Wochen sehr viel bewegt. Am liebsten drückt sie ihren Popo gegen meinen Bauch.
 
Heißhunger auf: alles, was es im Krankenhaus nicht gibt
 
Der beste Moment in dieser Woche: Wir haben uns unglaublich gefreut in die 28. Woche gekommen zu sein. Und aus dem Krankenhaus entlassen zu werden und wieder zu Hause sein zu können fühlt sich toll an.
 
Wehwehchen: Da könnte ich aus der letzten Woche so einiges aufzählen. 
 
 
Nach einer kleinen Zwangspause bedingt durch einen Krankenhausaufenthalt geht es heute weiter mit der Bauchreihe.   
Die letzten 2 Wochen waren alles andere als schön.
 Es fing mit starken Schmerzen auf der rechten Bauchseite an. Nachdem diese einfach nicht verschwinden wollten sind wir zum Uniklinikum gefahren. Es wurde ein einseitiger Nierenstau festgestellt, zwar schmerzhaft aber nicht weiter dramatisch. Da mein Gebärmutterhals zudem nicht der Längste war sollte ich mich schonen, auf der linken Seite liegen, viel trinken und mehrmals täglich den Vierfüßlerstand machen. 
Gesagt, getan. Gebracht hat es leider gar nichts. 
Die Schmerzen wurden in den nächsten Tagen eher schlimmer als besser. Und da eigentlich ein Familienwochenende bevorstand wollten wir auf Nummer sicher gehen und fuhren Freitag abends erneut ins Uniklinikum. 
Innerhalb von Minuten sah die Welt ganz anders aus. 
Das CTG zeigte Wehen an, der Gebärmutterhals hatte sich innerhalb von 3 Tagen um 1cm verkürzt. Dann ging alles Schlag auf Schlag. 
Während ich nur noch weinen konnte und Angst hatte bekam ich Wehenhemmer und die erste Lungenreife-Spritze. Die Ärzte sprachen nur noch davon, dass jetzt jeder Tag zählen würde und besonders das Erreichen der 28. Schwangerschaftswoche wichtig sei.
 Wir verbrachten die Nacht im Kreissaal während im Raum neben uns ein Baby geboren wurde. 
Am nächsten Morgen ging es dann mit ziemlich vollem Medikamentenplan auf Station.
 Ich durfte Aufstehen um zur Toilette zu gehen, ansonsten hieß es auf der linken Seite liegen. In den nächsten Tagen hatten wir Gespräche mit Kinderärzten, Anästhesisten und Aufklärungsgespräche über einen möglichen Kaiserschnitt. Diese Gespräche haben unser Wohlbefinden nicht wirklich verbessert. Wir mussten plötzlich der Wahrheit in die Augen blicken und uns mit der Tatsache auseinandersetzen, dass es sein könnte, dasss unsere Tochter viel zu früh bei uns sein könnte.
 Zum Glück hatte ich tolle Zimmernachbarinnen die das Gleiche durchmachten – geteiltes Leid ist halbes Leid.
 
Immerhin schienen die Medikamente ihren Sinn zu erfüllen. Ich musste zwar zwischendurch nochmal in den Kreissaal wegen der Wehen, aber sie wurden weniger. Nur gegen die Schmerzen half nichts.
 
Nach 1 Woche wurde ich erneut vom Chefarzt untersucht und mit den Ergebnissen hätten wir nie gerechnet. Der Gebärmutterhals hatte sich wieder verlängert und keine Trichterbildung in Sicht. Unsere Kleine ist mit ihren 33cm eher zierlich hat aber schon die 1kg Marke geknackt.
 
Nun befinde ich mich in „häuslicher Schonung“, eine nette Umschreibung für „wochenlang im eigenen Bett auf der linken Seite liegen“. Ich muss weiterhin Medikamente nehmen und darf nur zur Toilette gehen. Das nehmen wir aber gerne in Kauf für unsere Tochter. 
Wir hoffen einfach, dass es jetzt positiv weitergeht und wir unser nächstes Ziel, die 30. Woche, erreichen werden.

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